Visitenkarte unserer Gesellschaft

Den Zivilisierungsgrad einer Gesellschaft erkennt man daran, welche Spuren diese hinterlässt, wenn sie vorbeizieht. Dann wird ersichtlich, ob es eine Horde Wilde war, oder ob sie sich als zivilisiert bezeichnen darf.
Trotz unserer modernen Gesellschaft bliebt leider der Beweis einer zivilisierten Gesellschaft oftmals aus, wenn wir uns in großen Mengen versammeln. Vielmehr zeigt sich ein Bildnis von Gleichgültigkeit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen gegenüber. In den Müllbergen spiegelt sich unsere Selbstverständlichkeit wieder, mit der wir Ressourcen verschwenden. Selbst die Muße den Abfall zu trennen, um diesen teilweise zu recyceln, wollen wir uns nicht auferlegen. Denn wie es scheint ist Recycling für unser Privatleben als Option vorbehalten, nicht aber als etwas, das wir als gesellschaftliches Ziel erachten. Der Konsum- und Komfortgedanke wird hochgehalten, und Vernunft als spießig verschrien.
Dabei wäre es insbesondere bei Großveranstaltungen sehr einfach, tonnenweise PET-Flaschen gesondert einzusammeln. Vielleicht mag manch einem dies die Mühe nicht wert sein, weil es im Vergleich zu den jährlichen Müllmengen wenig erscheint, aber vor allem hier wird das Bemühen unserer Gesellschaft deutlich. An Orten wie diesen zeigen sich unsere Prioritäten und das Porträt unserer Gesellschaft.
Viele denken, dass der erste Eindruck wichtig ist, aber für eine Zivilisation ist das was bleibt, woran sie gemessen werden kann. Unser Müll ist unsere Visitenkarte, die wir zurücklassen, bevor wir weiter ziehen. Vielleicht ist es nur ein subjektiver Eindruck, aber ich würde mich schämen, einen solchen Eindruck zu hinterlassen. An jedem ist es selbst, zu entscheiden, wie er unsere Visitenkarte einordnen möchte, ob zivilisiert oder als die eines Barbaren, verantwortungsvoll oder als Vandalismus.

mullberg-1
Wir sind so rasch bei der Hand mit Vorurteilen Fremden gegenüber, aber unsere Werte gehen nicht durch Ausländer verloren. Werte entstehen durch unser Handeln. Kultur ist das, was wir leben und nicht nur zuhause, sondern vor allem als Gesellschaft in der Öffentlichkeit.
Bevor wir über andere richten sollten, haben wir noch viel Dreck vor unserer eigenen Haustür, den wir beseitigen müssen.

logo-einab

Dieser Beitrag ist auch zu finden bei: einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de

Werbeanzeigen

Videotrailer – Bücher

Vieles in unserem Leben und in unserer Gesellschaft ist geregelt. Doch welchem Ziel dienen diese Regeln und auf welche Weise beeinflussen sie unser Handeln? Wissen wir um die sozialen Folgen der Regeln oder sprechen wir ihnen einen Selbstzweck zu, weil wir uns an sie gewöhnt haben?

Regeln müssen sein. Aber ebenso müssen Regeln und ihr Wirken verstanden werden. Es ist wichtig, die richtigen Regeln zu finden und diese derart in Kraft zu setzen, dass sie die gewünschte Wirkung entfalten. Dazu ist nicht die Politik gefordert, sondern in erster Linie die Gesellschaft, die durch ihre Wünsche, aber auch ihre Abneigung gegenüber Änderungen das politische Handeln maßgeblich beeinflusst.

Dieses Buch ist eine Textsammlung mit dem Ziel, Gedankenanstöße zu geben, indem es einzelne Bereiche unseres gemeinschaftlichen Lebens beleuchtet und aufzeigt, wo Potenziale vergeudet werden, und Regeln ihr eigentliches Ziel verfehlen. Dazu zählen Automobilverkehr, Bausektor, Steuern und Subventionen und unser Konsumverhalten. Das Werk gibt als solches keine Antworten, es fordert vielmehr auf, den Selbstzweck von Regeln zu leugnen, die Regeln als Richtlinie, aber nicht als Rechtfertigung zu verstehen, aber auch zu akzeptieren, dass Einschränkungen notwendig sind, die uns fragwürdige Rechte wegnehmen und Strafen erforderlich sind, damit diese Regeln eingehalten werden.

Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir aufhören, unseren Alltag mit Regeln zu pflastern und dem Menschenverstand mehr Gewicht zu kommen lassen.

Infos zum Buch:
94 Seiten
ISBN: 978-3-7418-3379-3
Preis: 8 Euro

Erhältlich bei Epubli oder in jeder gut sortierten Buchhandlung.


Wenn Prospekte gedruckt werden sollen, fällt die Wortwahl oft leicht. Wohlklingende Bezeichnungen umschreiben Konzepte und Wörter wie Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität werden uns beinahe täglich um die Ohren geworfen. Doch ist das, was wir verstehen sollen und oftmals bereitwillig verstehen wollen, auch die Realität? Was steckt hinter diesen und ähnlichen Begriffen? Sind wir kritisch genug und reicht es aus, wenn Andere uns zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen? Wo stehen wir in diesem System und was ist unsere Verantwortung? Welche Rolle spielt eigentlich unser Verständnis über die Dinge? Was bedeutet es, bewusst zu leben?

Infos zum Buch:
319 Seiten
ISBN: 978-3-7375-6327-7
Preis: 15 Euro

Auf Anfrage auch gerne als Postversand und ab jetzt auch als Ebook bei eBook.de.


Die ihm an den Kopf geworfenen Formeln lassen den Studenten daran zweifeln, die Welt zu verstehen. Auch deshalb stürzt er sich in das ihm angebotene Abenteuer einer Weltreise. Eine Journalistin samt Millionär verschreiben sich während dessen der zielgerichteten Fortbewegung, ohne sich darüber im Klaren zu sein, wieso sie dies wollen. Mit jedem Tag den sie mehr scheitern, verblassen die Ausreden und Selbsttäuschungen, die ihren einzigen Antrieb darstellen. Als Begleitung drängen sich die Vorstellungen und Werte einer Gesellschaft auf, die sich bald schon abwendet. Im Gepäck nichts als Illusionen, nicht erfüllbare Erwartungen und dem Fluch ihres bisherigen Lebens. Deshalb kommt es, wie es kommen muss. Sie laufen weg – vor sich selbst und der Welt …

Infos zum Buch:
400 Seiten
ISBN: 978-3-7418-5984-7
Preis: 15 Euro

Erhältlich bei Epubli oder in jeder gut sortierten Buchhandlung.

Spiegelbild der Gesellschaft – Regeln oder Vernunft

Vieles in unserem Leben und in unserer Gesellschaft ist geregelt. Doch welchem Ziel dienen diese Regeln und auf welche Weise beeinflussen sie unser Handeln? Wissen wir um die sozialen Folgen der Regeln oder sprechen wir ihnen einen Selbstzweck zu, weil wir uns an sie gewöhnt haben?

Regeln müssen sein. Aber ebenso müssen Regeln und ihr Wirken verstanden werden. Es ist wichtig, die richtigen Regeln zu finden und diese derart in Kraft zu setzen, dass sie die gewünschte Wirkung entfalten. Dazu ist nicht die Politik gefordert, sondern in erster Linie die Gesellschaft, die durch ihre Wünsche, aber auch ihre Abneigung gegenüber Änderungen das politische Handeln maßgeblich beeinflusst.

Dieses Buch ist eine Textsammlung mit dem Ziel, Gedankenanstöße zu geben, indem es einzelne Bereiche unseres gemeinschaftlichen Lebens beleuchtet und aufzeigt, wo Potenziale vergeudet werden, und Regeln ihr eigentliches Ziel verfehlen. Dazu zählen Automobilverkehr, Bausektor, Steuern und Subventionen und unser Konsumverhalten. Das Werk gibt als solches keine Antworten, es fordert vielmehr auf, den Selbstzweck von Regeln zu leugnen, die Regeln als Richtlinie, aber nicht als Rechtfertigung zu verstehen, aber auch zu akzeptieren, dass Einschränkungen notwendig sind, die uns fragwürdige Rechte wegnehmen und Strafen erforderlich sind, damit diese Regeln eingehalten werden.

Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir aufhören, unseren Alltag mit Regeln zu pflastern und dem Menschenverstand mehr Gewicht zu kommen lassen.

Infos zum Buch:
94 Seiten
ISBN: 978-3-7418-3379-3
Preis: 8 Euro

Erhältlich bei Epubli oder in jeder gut sortierten Buchhandlung oder als Ebook.

Blickwinkel der Verantwortung

Verantwortung zu übernehmen bedeutet nicht zwangsläufig etwas für andere zu tun. Es bedeutet vielmehr sein eigenes Handeln verantwortungsvoll zu gestalten, sodass dadurch kein anderer Schaden nimmt. Es wäre zwar durchaus vertretbar es auf erste Weise zu betrachten. Doch vielleicht verleiten uns beide Denkweisen dazu, dass wir die gleiche Problematik unterschiedlich verinnerlichen. Die erste Interpretation versteht uns als edle Samariter, die nur an andere denken sollten. Während dessen bedeutet Verantwortung aus der Sicht der zweiten Formulierung, dass wir keine rücksichtslosen Aggressoren und Täter sein sollten. Obgleich die erste Darstellung glorreich wäre und für eine soziale Gesellschaft sprechen würde, sollten wir uns zunächst dennoch der Realität widmen und das nötige und vor allem dringend erforderliche Verständnis von Verantwortung in unser Denken als Gesellschaft aufnehmen.

Bezeichnen wir also Verantwortung als das, dass unsere Handlungen niemand anderen schädigen oder benachteiligen dürfen. Aber was bedeutet es, einen anderen zu schädigen? Vieles, das offensichtlich ist, braucht von uns nicht als Verantwortungsgefühl verstanden zu werden, weil es schlicht verboten ist. Wir dürfen niemanden töten, ihn nicht schlagen und ihm seinen Besitz nicht wegnehmen. Es gibt Menschen, die halten sich an das Gesetz, weil es Gesetz ist, andere handeln entsprechend ihrem Verantwortungsgefühl und würden auch ohne solche Gesetze entsprechend handeln. Aber diese Gesetze oder vielmehr die Verbote betreffen das Unterlassen einer Handlung. Folglich kann dies nicht vollständig die Verantwortung unseres Handelns meinen, weil es von uns nur die Nichthandlung verlangt. Es wäre naiv anzunehmen, dass jede Handlung, die erlaubt ist, frei von Verantwortung wäre. Versuchen wir also die Schädigung eines anderen umfassender zu begreifen, als es das Gesetz als Wahrung von Mindeststandards, vorsieht. Es ist nicht immer leicht den Schaden nachzuempfinden und altruistisches Denken kann nicht vorausgesetzt werden. Deshalb nehmen wir die leichtere und egoistische Denkweise und fragen uns, was es für uns darstellt Schaden zugefügt zu bekommen. Ich vermute, wir dürften uns schnell darüber einig sein, was das bedeutet. Schaden wird einem dann zugefügt, wenn man etwas weggenommen bekommt. Aber was kann das alles sein? Klar Nahrung und Energie. Aber auch Lebensqualität, Gesundheit oder aber Freiheit. Haben sie schon einmal jemandem Schaden zugefügt, in dem sie ihn vergiftet haben? Wenn sie das verneinen, denken sie vermutlich an einen Mord wie in einem Krimi. Schnell ein paar Tropfen Gift ins Glas schütten, wenn keiner es sieht. Das meinte ich aber nicht mit vergiften, wobei es mit dem Nicht-sehen schon sehr nah heran kommt. Unsere Vergiftungen sind meist nicht gezielt und oftmals wissen wir nicht einmal davon – wir sehen es nicht, wir fühlen es nicht und meist gibt es keinen, der sich beklagt. Vor allem der Geschädigte weiß und/oder merkt es nicht, dass er vergiftet wird. Tag für Tag steigt Uran und Arsen aus den Kohlekraftwerken in unsere Atemluft empor. Pestizide und Fassadenschutzmittel gelangen ungesehen in den Wasserkreislauf. Abgase unserer Autos verpesten nicht nur die Umwelt, sondern vor allem uns selbst.

Und genau darum geht es bei der Verantwortung, die uns obliegt. Fast jede unserer Handlungen birgt das Potenzial jemanden oder gar uns selbst zu schädigen. Der größte Teil unseres Konsums ist so, dass einem anderen die Möglichkeit genommen wird, es zu konsumieren. Es wird kaum möglich sein, zu Handeln ohne Schaden zuzufügen. Aber es gibt bei unseren Handlungen stets Alternativen und im schlimmsten Fall ist der Verzicht der Handlung auch eine Alternative.

Damit wir verantwortungsbewusst handeln können ist es unabdingbar, dass wir die Schadenswirkung unserer Handlungen wahrnehmen und uns ihrer bewusst sind. Wer nicht weiß, welche Konsequenz sein Handeln für sich, die anderen und die Umwelt hat, kann trotz gesellschaftlichen Denkens nicht verantwortungsvoll sein und er wird auch nicht die Verantwortung übernehmen, die jedem einzelnen obliegt. Verantwortung ist nicht, was andere tun oder nicht tun. Verantwortung ist das, was der Einzelne tut. Wer unbewusst lebt, lebt verantwortungslos.

Liste – was kann ich tun

Privat

  • Aufladbare Batterien kaufen und verwenden (außer in Uhren, dort ist die Selbstentladung dieser Batterien zu groß und würden ihren Unmut, diese zu nutzen unnötig erhöhen)
  • Fleisch an der Theke, und nicht im Styropor oder Plastik kaufen
  • Recyceltes Papier nutzen / einseitig bedrucktes Papier als Schmierpapier verwenden
  • Briefumschläge ohne Plastikfenster nutzen. Ansonsten erschwert dies das Recycling und es reduziert die erreichbare Qualität
  • Falls vorhanden, schalten sie die Lüftungsanlage ab, wenn die Außentemperatur über 15 °C liegt. Sie verschwendet dann nur noch Strom
  • Leitungswasser trinken anstelle von in Plastikflaschen herbei geschleppes Wasser, das mit Weichmachern angereichert ist. Wir betreiben einen irrwitzigen Aufwand, damit Trinkwasser aus dem Wasserhahn kommt, nur damit es nicht getrunken wird
  • Einen Deckel auf den Topf legen reduziert den Strombedarf um 6% und wahrscheinlich drehen sie die Herdplatte kleiner, weil sie nur dabei sind Wasser zu verdampfen, anstelle Wasser bei circa 100°C zu halten. Wenn ein Gramm Wasser verdunstet, dann entzieht dies dem Wasser so viel Wärme, als würden sie fünf Gramm Wasser von 0°C auf 100°C erwärmen
  • Kaufen sie Qualität statt Quantität; Füllfeder oder Austauschminen statt Wegwerfkugelschreiber
  • kaufen sie bevorzugt von Marken, die nicht an Tieren testen. Das Internet bietet unzählige Möglichkeiten, sich zu informieren.
  • Reagieren sie auf Meldungen aus den Medien. Verursacht ein Tanker eines Ölkonzerns einen Umweltschaden oder ist ein Bohrloch nicht dicht, meiden sie die belieferten Tankstellen – auch wenn es nur kurzfristig ist und andere Tankstellen nicht wirklich besser sind – die Botschaft wird unmissverständlich sein. Wenn ein Markenname genannt wird, wenn eine Kleiderfabrik einstürzt, kaufen sie – auch wenn nur kurzfristig – woanders ihre Kleider. Es muss eine Reaktion geben, ansonsten sind wir mitschuldig
  • Nahrungsmittel auch dann kaufen, wenn sie einen optischen Makel haben. Eingedrückte Verpackungen schädigen nicht zwangsläufig den Inhalt. Äpfel ohne eine ebenmäßige Oberfläche sind immer noch Äpfel. Wer „perfektes Aussehen“ von Obst und Gemüse verlangt, hat von Nahrung keine Ahnung und sollte dringend aus seiner Scheinwelt einmal in die frische Luft. Wenn wir wegsehen, wenn wir einen optischen Mangel erblicken, sorgen wir dafür, dass es weggeschmissen wird. Nicht der Supermarktbetreiber schmeißt Lebensmittel weg – das tut ausschließlich der Käufer!
  • Ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Maximalhaltbarkeitsdatum, und Lebensmittel die dieses erst genannte Datum überschritten haben, gehören nicht zwangsläufig in den Müll. Vieles davon könnte gar noch Jahre danach unbedenklich verspeist werden

Unternehmen

  • Austausch der Papierspender im Sanitärbereich gegen Lufttrockner zum Händetrocknen
  • kein fließend Warmwasser zum Händewaschen; Komfortansprüche überdenken
  • Beschwerden über zu kühle Raumtemperaturen ignorieren, wenn derjenige, der sich beschwert nicht angemessen gekleidet ist, ggf. diesen zurecht weisen. Viele Techniker handeln nicht im Interesse des Unternehmens, sondern werden durch die Beschwerden getrieben, irrwitzige Forderungen zu erfüllen, die entgegen der Vernunft sind
  • Organisieren sie interne Seminare, in denen sie die Belegschaft sensibilisieren und motivieren
  • Kommunikation des jährlichen Energieverbrauchs an die Belegschaft und die Öffentlichkeit mit Dokumentation der Entwicklung

Gemeinden

  • Auffangbehälter für Regenwasser neben Schulen oder anderen großen Gebäuden zur Abdeckung der dezentralen Bewässerung von öffentlichen Grünanlagen
  • Aufstellen von öffentlichen „Mülleimern“, die geeignet sind Müll zu trennen
    • Zur Sensibilisierung
    • Reduktion des individuellen Aufwandes verantwortungsbewusst zu handeln
  • Veröffentlichen des aktuellen und historischen Energieverbrauchs aller Gebäude zur Sensibilisierung
  • Gesonderte Abfuhr der Biomasse inklusive Rasenschnitt zur Nutzung in gemeinschaftlichen Biogasanlagen mit Verpflichtung der Landwirte zur Bereitstellung der Gülle
  • Ausschreibung des Heckenschnitts längst Straßen und Wegen an Landwirte und anschließende Aufbereitung des Schnittgutes
  • Organisation von individuellen Wanderungen der Gemeinschaft an definierten Strecken wie Fahrradwegen, oder Landstraßen an autofreien Sonntagen zur individuellen Müllaufsammlung und organisierten Abfuhr
    • Steigerung des Gemeinschaftsgefühls
    • Gesteigerte Wahrnehmung der Bedeutung der eigenen Handlung
    • Vereinfachung der freiwilligen Übernahme von Verantwortung
    • Gesteigertes Bewusstsein der Umweltverschmutzung
    • Möglichkeit zum vereinfachten Erlangen von subjektivem Nutzen
    • Gesteigerte soziale Druck gegen Umweltverschmutzung
    • Verdeutlichung des Unsinns der „einer-alleine-kann-nichts-ändern-Mentalität“

Bewusstes Leben

Eine der größten Herausforderungen beim bewussten Leben ist jene Frage, die die Philosophie seit jeher herumtreibt. Warum leben wir? Gibt es einen Sinn? Und falls nicht, was wollen wir eigentlich vom Leben? Die Schwierigkeit dieser Fragen besteht darin, dass es keine adäquate Antwort gibt. Der Sinn oder Unsinn des Lebens ist eine persönliche Entscheidung und Wahrnehmung. Bewusstes Leben meint in diesem Sinne eigentlich nur, all das wahrzunehmen, was uns wichtig ist und zu wissen, was für uns von Bedeutung ist.
Macht es Sinn das Zimmer aufzuräumen? Eine Diskussion, die unzählige Mütter mit ihren Kindern führen, geführt haben und führen werden. Naturwissenschaftlich betrachtet ist das, was wir oftmals als Ordnung bezeichnen völliger Unfug, denn Ordnung wahren bedeutet einen nicht aufrecht zu haltenden Zustand unter Aufwendung von Energie versuchen aufrecht zu halten. Der Grund, warum Kinder ihre Zimmer aufräumen, liegt nicht darin, dass sie darin einen Sinn sehen. Wenn sie es tun, so fügen sie sich den Eltern und irgendwann wird es zur Gewohnheit – oder eben nicht. Irgendwann hinterfragen wir den Sinn nicht mehr. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ebenso funktioniert sein Verständnis. Dem Wort des Selbstverständnisses wohnt für mich eine – in meinen Augen belustigende – Wortinterpretation inne. Denn Selbstverständnis bedeutet, dass der Verstand nicht länger an der Gedankenführung beteiligt ist. Wir hinterfragen nicht, was wir für selbstverständlich halten. Geburt – Schule – Job – Haus und Auto – Hochzeit – Kinder – Tod. Wer schreibt unsere Geschichte? Sind wir es selbst oder haben wir Co-Autoren, die wir, dankbar für ihre Unterstützung, gewähren lassen. Sind wir mündig, wenn wir entscheiden, was wir wollen oder wollen wir, was Andere wollen? Sind wir wie Kinder, die sich um einen Ball streiten, dem sie zuvor keine Beachtung geschenkt haben, und jetzt begehren, weil ein Anderer damit spielt? Wen beeindrucken wir, wenn wir ein atemberaubendes Auto kaufen? Vielleicht uns selbst, weil es uns zeigt, dass wir etwas erreicht haben. Doch was ist etwas? Ein Schein? Oder soll es unser Sein sein?
Konsum ist etwas, das uns alle prägt, bewusst oder unbewusst. Es ist eine Größe, die vergleichbar ist und gleichsam einem aufgeräumten Zimmer nicht ganz unähnlich ist. „Räum dein Zimmer auf, stell dir vor es klingelt an der Tür und einer sieht deine Unordnung.“ Wie viel von unserem Konsum gilt den Anderen und wie viel konsumieren wir, weil wir es wollen? Warum verteidigen wir uns, wenn wir etwas kaufen, warum rechtfertigen wir uns, wenn wir etwas nicht kaufen und warum glauben wir etwas haben zu müssen? Warum müssen wir es zeigen, warum wollen wir verglichen werden und am Konsum gemessen werden? Haben wir kein Selbstvertrauen unseren Sinn zu definieren und anzustreben?
Sind es unsere Entscheidungen oder ist es unser Selbstverständnis, welches unseres Verstandes nicht bedarf?

Motivation zum Buch

Wir haben eine Welt mit ihren Potenzialen. Wir haben uns, die Gesellschaft. Doch sind wir uns der Verantwortung bewusst, die uns obliegt? Ich meine nicht die Verantwortung gegenüber der Welt, sondern jene, die wir gegenüber unserer Gesellschaft haben? Wissen wir überhaupt um die Tragweite unserer Handlungen. Ich denke nicht. Ansonsten würde es Sätze wie: „Einer allein kann nichts ändern“ nicht geben. Wir wüssten um unsere Macht und unsere Verantwortung innerhalb unseres System und innerhalb der Gesellschaft.
Unsere Verantwortung beginnt damit ein Bewusstsein zu haben, das soweit reicht, dass wir unsere Welt und uns in ihr wahrnehmen. Wer nicht weiß, was er tut, handelt nicht nur egoitisch, sondern verantwortungslos.
Unsere sich selbst überholende Gesellschaft steigert die Geschwindigkeit ihres Erlebens auf Kosten der Wahrnehmung. Das ist das, was sich ändern muss, wenn für uns ein Platz in dieser Welt bleiben soll. Wir müssen aufhören uns selbst zu belügen, zu betrügen und auszurauben.
Deshalb habe ich dieses Buch geschrieben. Nicht, weil ich Antworten auf Fragen geben möchte, sondern um aufzufordern kritischer zu denken, zu leben und Fragen zu stellen. Deshalb versuche ich den Leser an der Hand zu nehmen und an den Antworten vorbei zu führen, die Andere uns geben und unsglauben lassen, dass es die Fragen waren, die wir beantwortet haben wollten. Was bedeuten diese Antworten und was würde es bedeuten entsprechend zu handeln? Was sind unsere Potenziale und wie verschwenden wir diese. Wie kommt es, dass unsere Bewertungsmethoden uns belügen? Liegt es vielleicht daran, dass wir nach Antworten gesucht haben, die wir hören wollten und haben dementsprechend die Fragen gestellt? Was ist eigentlich unser Nutzen, was ist, was wir wollen und widerum, was bedeutet es, wenn wir konsequent entsprechend handeln. Ist es frei nach dem Motto: „Es ist egal, wenn wir arm sind. Hauptsache wir haben Geld“?