Energieverbrauch der Menschen

Für unser tägliches Leben, unseren Wohlstand und für all unseren Luxus brauchen wir auf der Erde sehr viel Energie, im Durchschnitt 16 Terrawatt. Das entspricht etwa 2000 Watt pro Mensch. Natürlich ist dieser Energiekonsum nicht gerecht verteilt. Die armen Menschen leben eher spartanisch und verbrauchen weder direkt viel Energie für Mobilität, Heizen und Elektrogeräte, noch indirekt durch die Produkte, die sie kaufen.

Auf der anderen Seite sind die reichen Menschen für einen Großteil des Energiekonsums verantwortlich, und liegen weit über dem Durchschnitt von 2000 Watt pro Person. So verbraucht die reichste Milliarde an Menschen rund die Hälfte der verwendeten Energieressourcen.

Dennoch ließe sich trotz steigendem Reichtums und damit erhöhtem Konsum der Energieverbrauch von 2000 Watt pro Person halten, da unser Konsum sehr viel Potenzial aufweist, den Energiebedarf der Reichen zu senken.

In dem aufgeführten Verbrauch sind nämlich auch die Verluste der Energieumwandlung enthalten, die bei Kohle- und Kernkraftwerden bis zu 70 % ausmachen. Die müssten mit PV-Strom nicht abgedeckt werden. Vor allem lässt unser Konsumverhalten noch viel Spielraum, um sinnfreien Verbrauch an Energieressourcen zu vermeiden.

Dabei ist der Großteil der Energie, die wir verwenden fossilen Ursprungs, und so erschöpft unser Energiekonsum unsere Energieressourcen. Auch ohne den Effekt auf das Klima, die Schad- und Abfallstoffe wird dies ein Problem für uns darstellen, denn diese Energieressourcen sind endlich. Trotz all der negativen Auswirkungen beuten wir unseren blauen Planeten aus, und zerstören dessen Schönheit, ganz so, als hätten wir einen zweiten Planten zum Austauschen.

Von vielen wird gesagt, dass es schwierig wäre es anders zu machen. Die Wahrheit ist aber, dass es unmöglich ist, so weiter zu machen.

Neben den fossilen Energiequellen stehen uns aber nicht viele direkte Energiequellen zur Verfügung. Nennenswert ist die Gezeitenenergie von Flut und Ebbe, die durch die Wechselwirkung zwischen Mond und Erde hervorgebracht wird. Hauptsächlich ist es aber die Sonne, die uns mit Energie versorgt. Sobald diese aber auf die Erde trifft, wird ein Hauptteil davon in Wärme umgewandelt und ist verhältnismäßig kaum noch energetisch nutzbar. Möchten wir also langfristig möglichst viel Energie nutzen, bedeutet das, dass wir möglichst viel solare Energie direkt nutzen müssen.

Dabei zerstören wir bereits viele unserer Potenziale dadurch, dass wir unseren Planeten zupflastern, egal ob für Straßen, Wohnungen, Firmengebäude oder Parkplätze. Die Sonnenstrahlen, die hier auftreffen, werden in Wärme umgewandelt, auf einem Temperaturniveau, auf dem sie kaum mehr nutzbar ist. Wenn wir schon Grünfläche opfern, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen, warum dann nicht gleichzeitig die ergiebigste Energiequelle für unseren Energiekonsum nutzen?

Mit einer PV-Anlage auf dem Dach kann jeder einen Teil seines Energiekonsums abdecken, ohne dafür die Potenziale der Erde zusätzlich zu schmälern.

Leider steht diesem Verständnis noch ein selbstsames Missverständnis entgegen, wonach die Nutzung von PV-Strom ein Problem darstellen könnte. Gleichzeitig schafft Bürokratie sinnfreie Hürden, die die Eigenstromnutzung erschweren. Das Groteske ist die Furcht der Politik, dass Steuereinnahmen ausfallen, wenn jeder seinen Strom selber nutzt. Dabei ist es aber gerade der Vorteil von PV-Strom auf dem eigenen Dach, dass der Gesellschaft keine Kosten entstehen und keiner zusätzlicher Potenziale beraubt wird. Außer für Solarthermie trifft das auf sonst keine Energiequelle zu.

Aber mit der Logik müssten wir auch die Wärme von Solarthermieanlagen besteuern, sowie auch die Sonnenstrahlen, die durch die Fenster in das Haus eindringen – es entbehrt jeder Logik und jeder Vernunft.

Andererseits pocht man darauf, dass man dokumentieren kann, wieviel eine kleine Anlage genau produziert und verpflichtet Selbstverbraucher zu einem teuren zusätzlichen offiziellen Energiezähler – auch ohne Erhalt von Subventionen.

Auf Seiten der Stromnetze und der freien Marktwirtschaft gibt es auch noch Ungereimtheiten, denn wo der Kapitalismus die viel gepriesene Rolle übernimmt, und den Markt bereinigt, um ihn effizienter zu gestalten, will die EU die Macht des Kapitalismus kappen und den Einspeisevorrang von erneuerbaren Energien kappen – zugunsten fossiler Energie.

Obgleich die Gesellschaft zu einem bedeutenden Teil bereit ist für erneuerbare Energie mehr zu zahlen, scheitert es zu einem Teil noch daran, dass schwierige und teure Zertifizierungsverfahren dafür sorgen, dass grüner Strom als „grauer Strom“ verkauft werden muss und der Anreiz der freien Marktwirtschaft nicht bis zum Produzenten vordringen kann.

Wer denkt, dass wir auf die Potenziale der Sonne verzichten können, soll sich einfach nochmal die Bilanzgrenze der Erde anschauen.

Interessante Beiträge zum Fortschritt in Bezug zu erneuerbaren Energien sind auch bei Energieblogger.net zu finden.

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Dieser Beitrag ist auch zu finden bei: einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de

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5 Gedanken zu „Energieverbrauch der Menschen“

      1. Das diese Zusammenhänge nicht stärker im Fokus stehen wundert mich in den neuen faktenfreien Zeiten nur noch sehr wenig. Etwas pathetisch könnte man inzwischen wohl sagen „ohne Energie“ sind wir nichts. Ob man nun den täglichen Energiebedarf auf die ca. 7,5 Milliarden Menschen verteilt oder wie hier :

        https://www.researchgate.net/profile/Olaf_Schilgen/publication/277711008_Vom_Energiesklaven_zu_Industrie_40/links/5570a4bf08aedcd33b28b8b1/Vom-Energiesklaven-zu-Industrie-40.pdf

        Titel nochmal (falls der Link nicht funktioniert) „Vom Energiesklaven zu Industrie 4.0“

        Sich eine Vorstellung macht (Seite 10) welche vergleichsweise „erbärmliche“ Arbeitsleistung die physische Human-Arbeitskraft in Deutschland im Jahr 2000 = 6,2 TWh/a aller Menschen bei „moderater“ Beschäftigung zustandebringen.

        Zum Vergleich : Primärenergieverbrauch D in 2000* – in Petajoule : 14.401,8 PJ entspricht 4.000,5 TWh
        Das ist das 645fache der o.g. Arbeitsleistung die physische Human-Arbeitskraft in Deutschland im Jahr 2000.
        Das entspricht wiederum der Arbeitsleistung die physische Human-Arbeitskraft von ca. 52 Milliarden Menschen.
        * https://www.deutschlandinzahlen.de/?610
        Übrigens, addiert man den Primärenergieverbrauch D von 1990 bis 2016, erhält man sozusagen rückwirkend was „wir“ in dieser Zeit schon „verbraten“ haben 383.977,7 PJ oder 383.977,7 TWh oder eben 384 PWh

        Diese Zahlenspiele („nur“ D als Referenz) zeigen eindeutig wie sehr die gesamte Menschheit inzwischen von „Fremdenergie“ abhängig ist. Alles was „wir“ seit ca. 200 Jahren in „Sachen Industrie X.x“ angestellt haben hat uns in immer größere Abhängigkeit von „Fremdenergie“ gebracht. Das lässt sich nun nicht mehr umkehren. Gehen uns die „üblichen“ Ressourcen aus (schon deutlich davor) ist schlicht Ende Gelände….

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